Die Junge Union Thüringen kritisiert den heute von der Landesregierung vorgelegten Entwurf für ein neues Schulgesetz scharf. Der Landesvorsitzende der Jungen Union und Landtagsabgeordnete Stefan Gruhner sagte dazu heute in Erfurt: „Mit dem heute vorgelegten Entwurf für ein neues Schulgesetz leitet die Regierung von Herrn Ramelow das Schulsterben im ländlichen Raum ein. Das Schulgesetz ist ein weiterer Beleg für den rot-rot-grünen Generalangriff auf den ländlichen Raum. Mit Mindestschülerzahlen werden kleine Dorfschulen zentralistisch an die Kette gelegt und ihrer eigenständigen Entwicklungsperspektive beraubt. Die vorgeschlagenen Kooperationsmodelle sind nichts weiter als eine Beruhigungspille mit Placeboeffekt. Im ländlichen Raum sind Mindestschülerzahlen schlichtweg nicht praktikabel und ein Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung. Wo sich Schulstandorte befinden und wo nicht, muss auch weiterhin vor Ort bestimmt werden. Es kann nicht sein, dass Rot-Rot-Grün in sozialistisch-zentralistischer Manier jetzt auch noch bis in die kleinste Dorfschule durchregieren will“, so der JU-Chef.

Die Junge Union fordert andere und bessere Wege, um dem Unterrichtsausfall entgegen zu wirken: „Mindestschülerzahlen sowie Schüler- und Lehrerbinnenlandverschickung sind das falsche Mittel, um dem Unterrichtsausfall zu begegnen. Wir fordern, dass Rot-Rot-Grün endlich aufhört, die Einstellungszahlen zu schönen und stattdessen pro Jahr 1000 Lehrer einstellt. Nur so kann die anstehende Pensionierungswelle abgefedert werden. Weiterhin soll sich die Landesregierung verpflichten, eine mobile Reserve an Lehrkräften mit unbefristeten Stellen einzurichten. Nach hessischem Vorbild fordern wir eine Lehrerbesetzung von mindestens 105 Prozent an jeder Schule, um Vertretungen u.a. im Krankheitsfall deutlich besser gewährleisten zu können und um außerunterrichtliche Aktivitäten zu säˆrken. Nur so können wir den Schüˆlern eine Unterrichtsgarantie in Thüringen geben“, so Gruhner abschließend.

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