Die Junge Union Thüringen spricht sich für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr aus und unterstützt entsprechende Vorschläge. Einen entsprechenden Beschluss hatte die JU Thüringen bereits 2016 auf ihrem Landestag gefasst. Nach dem Willen der Thüringer Jungen Union soll ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr im neuen CDU-Grundsatzprogramm verankert werden.

„Wir werden uns dafür stark machen, dass auf dem nächsten CDU-Bundesparteitag ein Beschluss für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr herbeigeführt wird. Ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr stärkt den Zusammenhalt in der Gesellschaft und den Respekt gegenüber Rettungskräften, sozialen Berufen und der Bundeswehr. Es fördert das Verantwortungsbewusstsein junger Menschen. Es ist ein Irrglaube, dass sich junge Menschen nicht für die Gesellschaft einbringen wollen. Junge Menschen sehen Dienst an der Gesellschaft nicht als Pflicht, sondern als Chance wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Ich sehe deshalb eine breite Mehrheit unter jungen Menschen für ein Gesellschaftsjahr“, sagte der Landesvorsitzende der Jungen Union und Landtagsabgeordnete Stefan Gruhner.

Gruhner sieht die Stärkung des Ehrenamtes und Unterstützung bei der Berufswahl als weitere wichtige Argumente. "Die verschiedenen Einblicke in vielfältige Tätigkeiten bei der Bundeswehr, im sozialen, kulturellen oder ökologischen Bereich bieten jungen Menschen Einblicke in Berufe und Ehrenämter, die richtungsweisend für die Berufswahl oder längerfristiges ehrenamtliches Engagement sind“, so Gruhner. Nach Ansicht der JU Thüringen könnte zudem der Dienst während des Gesellschaftsjahres bei verwandten Ausbildungsberufen auf die Ausbildungszeit angerechnet werden. Somit könnte in bestimmten Bereichen, wie der Pflege, ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftegewinnung geleistet werden.

„Durch das für alle verpflichtende Gesellschaftsjahr wird der Respekt für alle Pflege- und Einsatzkräfte, aber auch für unsere Truppe gestärkt, da alle jungen Menschen erfahren können, was der Dienst für das Gemeinwohl bedeutet. Die Gründer unser Bundesrepublik haben unsere Armee bewusst als Parlamentsarmee mit dem Staatsbürger in Uniform erdacht, der einen Dienst für die Gesellschaft erbringt. Gerade in Zeiten schwindenden gesellschaftlichen Zusammenhaltes sollten sich junge Menschen – egal welchen Geschlechtes – daher stark für die Gemeinschaft in unserer Heimat machen“, so Gruhner abschließend.

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